Raspberry Pi und WLAN

Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com - Ann

Das neue 3er Model hat im Vergleich zum etwas in die Tage gekommenen Pi 1 und Pi 2 ein WLAN-Modul an Board hat, ist es nicht mehr erforderlich einen externen WLAN-Adapter zu verwenden. (An meinen älteren Pis habe ich immer einen WLAN-Adapter von Edimax (*) angeschlossen.)

Im nachfolgenden stelle ich noch mal dar, wie das WLAN bei einem Pi eingerichtet werden kann. Dabei ist es unerheblich, ob man den verbauten WLAN-Adapter oder einen USB-WLAN-Adapter verwendet oder gar beide gleichzeitig. Die Konfiguration ist immer die gleiche.

Die Abfrage, ob der WLAN-Adapter vom Pi erkannt wurde, erfolgt mit dem Befehl auf der Konsole:

ifconfig


Nach einem Druck auf Enter werden alle Netzwerkadapter aufgelistet, die der kleine PC erkannt hat. Neben einem eht0 sollte mindestens eine Eintrag mit wlan0 aufgelistet werden.

Nun gilt es die WLAN-Zugangsdaten auf dem Pi zu hinterlegen. Dazu wird die Datei wpa_supplicant.conf mit dem Editor nano editiert:

sudo nano /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf


Tragt am Ende der Datei die folgenden Zeilen mit den Daten eures WLANs ein:

network={
    ssid="MeinNetzwerk"
    psk="UltraGeheimesPasswort"
}

Damit der Pi im Energiesparmodus nicht die Stromversorgung des eingebauten WLAN-Moduls abschaltet, sind die Einträge in der Datei interfaces vorzunehmen:

sudo nano /etc/network/interfaces

Fügt die zwei Zeilen am Ende hinzu und speichert die Datei ab.

pre-up iw dev wlan0 set power_save off
post-down iw dev wlan0 set power_save on

Zum Abschluss wird das Netzwerkinterface neu gestartet:

sudo ifdown wlan0 && sudo ifup wlan0


Wenn ihr mehrere habt, dann entsprechend wlan0 zu wlan1 usw. abändern. Alternativ könnt ihr einfach den Raspberry mit dem Befehl sudo reboot neu starten.

Was manchmal auch noch ganz nützlich sein kann, ist das scannen nach verfügbaren WLANs in der Umgebung. Dazu wird der Befehl auf der Konsole eingegeben, anschließend werden die Informationen über die Netzwerke aufgelistet:

sudo iwlist wlan0 scan


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Bildquelle: Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.comAnn

WLAN mit wpa_supplicant.conf

Es gibt mehrere Wege, wie man den WLAN-Zugriff für einen Raspberry konfigurieren kann. In einem früheren Beitrag habe ich das am Beispiel der /etc/network/interfaces bereits aufgezeigt. ( ➡ WLAN – Statische IP-Adresse vergeben)

Mit Hilfe der wpa_supplicant.conf ist es auch möglich den WLAN-Zugriff für den Raspberry Pi einzurichten. Möchte man zudem eine feste IP-Adresse für den Pi vergeben, sind beide Varianten zu kombinieren.

/etc/network/interfaces

Ruft man nach der Installation von Raspbian die unveränderte /etc/network/interfaces auf, dann sieht diese so aus:

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
allow-hotplug eth0
iface eth0 inet manual

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet manual
wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

auto wlan1
allow-hotplug wlan1
iface wlan1 inet manual
wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

In der Datei ist nichts zu ändern, da die Zugangsdaten für das WLAN aus der wpa-supplicant.conf geladen werden, wie man ganz schon an der Zeile sehen kann.

wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Im Standard erhält der Pi eine IP-Adresse via DHCP zugewiesen. Möchte man eine statische Adresse vergeben, dann sind die folgenden Zeilen zu ändern:

iface wlan0 inet manual


wird zu

iface wlan0 inet static

Im Anschluss sind die folgenden Zeilen einzufügen und entsprechend anzupassen

    address 192.168.2.14
    netmask 255.255.255.0
    network 192.168.2.0
    broadcast 192.168.2.255
    gateway 192.168.2.1
    dns-nameservers 192.168.2.1

wpa_supplicant.conf

Bevor wir die Datei bearbeiten, legen wir eine Sicherungskopie an.

sudo cp /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf-bak

Ist das erledigt, kann die Datei bearbeitet werden.

Eigentlich ist das ziemlich simpel. Es sind die folgenden Parameter einfach an das Ende der wpa_supplicant.conf zu kopieren. Natürlich sind die Daten Name-WLAN-Netzwerk und WLAN-Passwort anzupassen.

network={
        ssid="Name-WLAN-Netzwerk"
        scan_ssid=1
        proto=RSN
        key_mgmt=WPA-PSK
        pairwise=CCMP
        #group=TKIP
        psk="WLAN-Passwort"
        auth_alg=OPEN
}

Nach dem Speichern der Änderungen in wpa_supplicant.conf sind die Netzwerkeinstellungen neu zu laden.

sudo /etc/init.d/networking restart

Die neuen Netzwerkinformationen lassen sich mit Hilfe von

ifconfig


abrufen.

WLAN – Statische IP-Adresse vergeben

In meinem früheren Post habe ich bereits die WLAN-Konfiguration auf dem Pi beschrieben, hier nun die Erweiterung, wie man eine statische IP-Adresse für den WLAN-Adapter konfiguriert. (siehe WLAN auf dem Raspberry Pi einrichten)

sudo nano /etc/network/interfaces

auto lo
iface lo inet loopback

auto eht0
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0

iface wlan0 inet static
    address 192.168.2.14
    netmask 255.255.255.0
    network 192.168.2.0
    broadcast 192.168.2.255
    gateway 192.168.2.1
    dns-nameservers 192.168.2.1
#iface wlan0 inet dhcp
wpa-ssid "SSID-NAME"
wpa-psk "PASSWORD"

sudo /etc/init.d/networking restart

RPi-Monitor – WLAN-Monitoring hinzufügen

Im Beitrag RPi-Monitor auf dem Raspberry Pi installieren habe ich aufgezeigt, wie man das Monitoring-Tool RPi-Monitor auf dem Raspberry Pi installiert. Wer die Weboberfläche genauer betrachtet, wir feststellen, dass standardmäßig keine WLAN-Schnittstelle angezeigt wird.
Das kann aber sehr schnell ergänzt werden. Hierfür ist nur eine Ergänzung in der Config-Datei einzufügen.

Öffnet eine Konsole und hangelt euch in das folgende Verzeichnis durch

cd /etc/rpimonitor


RPi-Monitor Config-Datei
RPi-Monitor Config-Datei

Mit Hilfe des nano-Editors fügt ihr nun die nachfolgenden Zeilen am Ende der Datei hinzu:

sudo nano default.conf

########################################################################
####################### Graph WLAN #####################################
######################################################################## 
 
dynamic.17.name=wifi_received
dynamic.17.source=/sys/class/net/wlan0/statistics/rx_bytes
dynamic.17.regexp=(.*)
dynamic.17.postprocess=$1*-1
dynamic.17.rrd=DERIVE

dynamic.18.name=wifi_send
dynamic.18.source=/sys/class/net/wlan0/statistics/tx_bytes
dynamic.18.regexp=(.*)
dynamic.18.postprocess=
dynamic.18.rrd=DERIVE

web.status.1.content.9.name=WiFi
web.status.1.content.9.icon=wifi.png
web.status.1.content.9.line.1="WiFi Sent: "+KMG(data.wifi_send)+" Received: "+KMG(Math.abs(data.wifi_received)) + ""

web.statistics.1.content.9.name=WiFi
web.statistics.1.content.9.graph.1=wifi_send
web.statistics.1.content.9.graph.2=wifi_received
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_send.label=Upload bandwidth (bits)
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_send.lines={ fill: true }
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_send.color="#FF7777"
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_received.label=Download bandwidth (bits)
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_received.lines={ fill: true }
web.statistics.1.content.9.ds_graph_options.net_received.color="#77FF77"

RPi-Monitor - WLAN-Config
RPi-Monitor – WLAN-Config

Speichert die Datei ab und startet RPi-Monitor mit dem folgenden Befehl neu:

sudo /etc/init.d/rpimonitor restart

RPi-Monitor - WLAN
RPi-Monitor – WLAN

Raspberry Pi als TOR-Zugangspunkt mit zwei WLAN-Sticks

In einem meiner früheren Beiträge habe kurz darauf hingewiesen, wie man seinen Raspberry Pi als Zugangspunkt zum TOR-Netzwerk nutzen kann ➡ Congratulations. Your Raspberry Pi is configured to Tor. Bei dieser Lösung benötigt man aber eine LAN- und eine WLAN-Verbindung. Diese Lösung ist aber manchmal zu unpraktisch, da man oftmals keinen funktionierenden LAN-Anschluss am Aufstellungsort zur Verfügung hat. AUs diesem Grund habe ich meinen Raspberry nun mit zwei baugleichen WLAN-USB-Sticks ausgestattet und als TOR-Zugangspunkt konfiguriert.

Für die nachfolgende Anleitung habe ich auf zwei Artikel in meinem Blog zurückgegriffen und diese kombiniert

  1. WLAN auf dem Raspberry Pi einrichten
  2. Congratulations. Your Raspberry Pi is configured to Tor

Im ersten Schritt konfigurieren wir den ersten WLAN-Stick. Dazu muss lediglich ein Eintrag in der Konfigurationsdatei für die Schnittstellen erfolgen. Vor jedem editieren einer Datei ist es jedoch sinnvoll ein Backup der Originaldatei anzulegen.

sudo cp /etc/network/interfaces /etc/network/interfaces
sudo nano /etc/network/interfaces

In die Datei tragt ihr die folgenden Zeilen ein

auto lo

iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp

allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
address  192.168.2.22
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.2.1
wpa-ssid "SSID"
wpa-psk "password"

Das Ergebnis sollte so aussehen:

Raspberry Pi - WLAN statische IP
Raspberry Pi – WLAN statische IP

Mit dieser Konfiguration habt ihr immer noch die Möglichkeit über ein LAN-Kabel auf den Raspberry Pi zuzugreifen.

Nach einem Neustart des Pi sollte nun der Schnittstelle wlan0 eine statische IP-Adresse zugewiesen werden über die ihr euch bereits mit dem Raspberry verbinden könnt. Erst wenn dies funktioniert, könnte ihr weitermachen. Prüfen könnte ihr das mit dem Befehl

ifconfig

Im nächsten Arbeitsschritt ist der WLAN Access Point einzurichten. Dazu verwende ich wieder die Anleitung, die adafruit auf ihrer Website zur Verfügung stellt ➡ http://learn.adafruit.com/setting-up-a-raspberry-pi-as-a-wifi-access-point/install-software

ACHTUNG:
Unser WLAN Access Point soll auf dem zweiten WLAN-Stick laufen, deshalb ist in der Anleitung folgendes auszutauschen

  • eth0 –> wlan0
  • wlan0 –> wlan1

Des Weiteren ist in er /etc/network/interfaces auch eine Kleinigkeit anzupassen. Vor dem wlan1-Eintrag ist allow-hotplug wlan1 einzufügen

sudo nano /etc/network/interfaces

allow-hotplug wlan1
iface wlan1 inet static
  address 192.168.42.1
  netmask 255.255.255.0

wlan1-Konfiguration
wlan1-Konfiguration

Wenn ihr das beachtet, dann sollte alles ohne Probleme funktionieren.

Im letzen Schritt ist die TOR-Software auf dem Pi zu installieren. Auch hier habe ich auf die Anleitung von adafruit zurückgegriffen.
WIe auch im vorherigen Schritt, unbedingt darauf achten, dass ihr die Schnittstellen richtig verwendet.

  • eth0 –> wlan0
  • wlan0 –> wlan1

Damit mein Raspberry Pi weiter ausgenutzt werden kann, habe ich auch einen MPD-Server installiert, der Musik und Radio wiedergeben kann. Beide Dienste laufen parallel und funktionieren ohne Probleme. Eine Anleitung zum einrichten eines MPD-Servers gibt es ebenfalls hier im Blog ➡ MPD-Server auf dem Raspberry P

WLAN auf dem Raspberry Pi einrichten

Auf meinem Raspberry Pi wollte ich ein WLAN einrichten, um den Mini-Computer als mobile Abspielstation von Radiostreams und als TOR-Zugangspunkt zu verwenden.

Da ich bei mir zu Hause einen FRITZ!WLAN USB Stick N herumliegen habe, wollte ich diesen auf meinem Raspberry Pi einrichten. Als Betriebssystem habe ich Raspbian installiert, das leider keine Unterstützung für diesen Stick mitbringt. AUs diesem Grund war es mir leider nicht möglich den Stick so einzurichten, dass er dauerhaft eine stabile Verbindung zum Router aufbauen und diese auch halten konnte. Der AVM-Stick wird zwar vom Betriebssystem erkannt, wenn man sich die angeschlossenen USB-Geräte via lsusb ausgeben lässt, jedoch ist es nicht möglich eine konstante Verbindung aufzubauen. Wer doch sein Glpck mit dem AVM-Stick versuchen möchte, dem hilft vielleicht die Anleitung aus dem ubuntuusers.de-Wiki ( ➡ http://wiki.ubuntuusers.de/Fritz!WLAN_USB_Stick-N).

Ich habe mich deshalb entschieden einen neuen Stick zu kaufen. Im Internet gbt es diverse Listen, die WLAN-Sticks auflisten, die von Raspbian unterstützt werden. Ich habe mich für den EDIMAX EW-7811Un entschieden, der ohne Konfiguration verwendet werden kann. ( ➡ http://edimax-de.eu/de/produce_detail.php?pd_id=297&pl1_id=1&pl2_id=44)

Der Stick kann bei laufendem Betrieb an den Raspberry angeschlossen und sofort verwendet werden. Über die grafische Oberfläche lässt sich das WLAN auswählen und der Zugangsschlüssel eingeben.
Wer den Pi ohne externen Monitor verwendet, kann das grafisch auch alles über VNC lösen. Eine Anleitung hierfür findet ihr im Beitrag ➡ VNC auf dem Raspberry Pi.

Nun gibt es aber ein Problem, die Konfiguration wird nicht gespeichert. Schaltet ihr den Pi aus, dann müsst ihr beim nächsten Hochfahren wieder euer WLAN auswählen und den Netzwerkschlüssel eingeben. Da dies ziemlich umständlich ist, kann man die WLAN-Informationen direkt in ein Skript schreiben, damit sich der Pi beim Hochfahren automatisch damit verbindet.

Bevor es losgeht, prüft erst einmal, wie die WLAN-Schnittstelle heißt. Dazu gibt man auf der Konsole den Befehl ein:

ifconfig


Neben der (wahrscheinlich) aktiven LAN-Schnittstelle sollte der Name der WLAN-Schnittstelle ausgegeben werden, z.B. wlan0.

Nachdem ihr nun den Namen kennt, wechselt ihr in das Verzeichnis, dass die Datei interfaces beinhaltet:

cd /etc/network


Dort sollte bereits die Datei interfaces vorhanden sein. Mit dem Befehl ls, könnt ihr das prüfen. Bevor wir die Date editieren, legen wir ein Backup im gleichen Verzeichnis an:

sudo cp interfaces interfaces-bak

Nun gehts ans editieren

sudo nano interfaces


In die Datei tragt ihr die folgenden Zeilen ein:

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ssid "DEIN-WLAN-NAME"
wpa-psk "DEIN-WLAN-SCHLÜSSEL"

Die neue Konfiguration muss nun noch eingelesen werden:

sudo /etc/init.d/networking restart

Das wars, damit sollte euer Raspberry Pi über den neuen WLAN-Stick in euer Netzwerk kommen.