Schritt-für-Schritt zur eigenen Nextcloud

Photo by José Ramos on Unsplash

Die selbst gehostete Produktivitätsplattform, mit der Sie die Kontrolle behalten.“ So steht es auf der offiziellen Website und es stimmt. Nextcloud lässt sich leicht Installieren und Konfigurieren und ermöglicht jedem die Hoheit über seine Daten zu behalten. Die Hardwareanforderungen sind sehr überschaubar, weshalb sich der kleine Einplatinenrechner Raspberry Pi hervorragend als Server im privaten Umfeld eignet. Die Anschaffungs- und auch die laufenden Kosten sind gering was den kleinen PC sehr attraktiv macht.

Da vor kurzem einer meiner älteren Raspberry Pis freigeworden ist, habe ich darauf die aktuellste Nextcloud installiert und die Chance ergriffen, den ganzen Installationsprozess neu zu beschreiben.

Raspberry Pi – Erster Kontakt

Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines Raspberry Pi. Den kleinen PC habe ich schon sehnsüchtig erwartet und konnte nicht erwarten das kleine Ding in den Fingern zu halten und damit herumzuspielen.

Ein „Unpacking Event“ gibt es nicht, da das ja auf ganz vielen anderen Blogs schon zu sehen war. Ich gehe einfach mal auf die erste Konfiguration des Raspberry Pis ein.

Schritt 1: Betriebssystem auf SD-Karte installieren

Der Raspberry Pi kommt ja bekanntlich ohne ein Speichermedium für das Betriebssystem. Man muss also erstes auf eine SD-Karte ein Betriebssystem aufspielen, um den kleinen PC überhaupt nutzen zu können.

Hier gleich ein Hinweis an alle, die mit dem Gedanken spielen ein Windows auf den Raspberry Pi aufzuspielen. Vergesst den Gedanken ganz schnell wieder, da der Raspberry einen AMD-Prozessor verbaut hat, den Windows nicht unterstützt. Evtl. änder sich das, wenn Windows 8 auf den Markt kommt. Bis dahin gibt es aber nur Linux.

Zurück zur Betriebssysteminstallation (BS). Ich habe das BS mit Hilfe eines Windows 7 Rechners auf die SD-Karte gepackt.
Was benötigt man dafür?

  1. Win32DiskImager (ladet die Binary herunter)
  2. http://www.raspberrypi.org/downloads (ladet Debian “squeeze”)

Nach dem erfolgreichen Download der beiden Pakete, entpackt ihr Win32DiskImager und das Debian-BS. Schließt danach eure SD-Karte an den PC an und es kann losgehen.

Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation

Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi - Betriebssysteminstallation
Raspberry Pi – Betriebssysteminstallation

Wurde das BS erfolgreich auf die SD-Karte kopieren, dann klickt auf „Exit“ und entnehmt die Karte. Auf der SD-Karte befindet sich nun das fertige Betriebssystem für euren Raspberry Pi.
Die Karte nun in den dafür vorgesehenen Slot im Raspberry stecken und den PC an den Strom anschließen. Nun sollte der Boot-Vorgang automatisch starten und euch auf den Loginprompt führen.

Schritt 2: Erste Anmeldung

Ist der Bootvorgang ohne Probleme abgeschlossen worden, gelangt ihr zur Anmeldung. Die grafische Oberfläche startet nicht automatisch, die muss nach der erfolgreichen Anmeldung manuell gestartet werden.
Ich gehe bei der weiteren Beschreibung davon aus, dass euer Raspberry Pi über eine funktionsfähige Verbindung zum Internet verfügt.

Die Anmeldung ist ganz einfach. Der Benutzername ist pi und das Passwort ist raspberry. Ihr müsst bei der Anmeldung unbedingt darauf achten, dass der Raspberry aus UK kommt und deshalb KEIN deutsches Tastaturlayout eingestellt ist. Es ist das Z und das Y vertauscht. Ihr müsst also raspberrz auf der deutschen Tastatur eingeben.

Bevor wir weitermachen, empfehle ich euch SSH zu installieren, damit ihr eine Remoteverbindung zum PC herstellen könnt. Gebt also folgende Befehle ein

sudo aptitude update


Der Befehl aktualisiert die Repositories.

sudo aptitude install openssh-server


Der Befehl installiert SSH.

Eine Remoteverbindung ist nun möglich, z.B. mit dem Putty unter Windows oder via Terminal von Linux aus. Wenn ihr nicht wisst, welche IP-Adresse euer Raspberry erhalten habt, dann gebt diesen Befehl ein:

ipconfig

Bevor wir weitermachen, ist es sichrlich keine schlechte Idee, dass Tastaturlayout von GB auf DE umzustellen.
Dazu könnt ihr Editor Nano auf der Kommandozeile verwenden. Ruft einfach mit diesem Befehl die Datei zum editieren auf

sudo nano /etc/default/keyboard


Ändert dort in der Datei den folgenden Eintrag “XKBLAYOUT” von gb in de um und speichert die Änderung ab.

Das Debian immer nur 2GB der SD-Karte nutzt, egal wie groß diese ist, benötigen wir für das Abändern der Partitionen noch das Programm gparted. Leider befindet sich das nicht in der Defaultinstallation und muss erst nachinstalliert werden. Die Installation erledigt ihr ganz einfach mit dem folgenden Befehl

sudo aptitude install gparted

Wenn ihr nun noch das Standardpasswort ändern wollt, dann gebt den Befehl in der Shell ein und vergebt ein neues Passwort

passwd

Die grafische Oberfläche könnt ihr nun endlich mit dem Befehl starten

startx

Evtl. dauert der Start ein wenig, aber hoffentlich erscheint auf eurem Bildschirm das Raspberry Pi-Logo.

Schritt 3: Partitionen anpassen

Wie bereits weiter obern erwähnt gibt es ein kleines Problem, Debian verwendet nur 2GB der SD-Karte, egal ob sie 4, 8, 16, 32GB hat. Zwar arbeitet der kleine PC schon, aber wenn ihr weitere Programme installieren oder Daten auf der SD-Karte speichern wollt, dann kommt ihr bald an die Grenzen. Die Lösung ist denkbar einfach, erweitert einfach die /-Partition, so dass das der komplette Speicherplatz von Debian verwendet wird.

An dieser Stelle möchte ich euch das themagpi-Magazin ans Herz legen, dort finde ihr in der zweiten Ausgabe eine detaillierte Ausgabe zur Erweiterung der Partition.
https://magpi.raspberrypi.org/

Leider hat das bei mir nicht so funktioniert, wie im Magazin beschrieben und ich musste alles auf der Shell konfigurieren, anstatt mit der grafischen Oberfläche. Aber wozu gibt es das Internet, dort habe ich eine gute Anleitung gefunden, die aber auch nicht so ohne Probleme funktioniert hat.

Ich sage euch kurz was nicht funktioniert hat, bevor ich auf die Anleitung verweise.

IT-Landschaft mit Nagios und Nagvis überwachen – Installation

Nagios – The Industry Standard in IT Infrastructure Monitoring

Da wieder ein bisschen mehr mit Nagios und Nagvis zu tun habe, möchte ich hier ein paar Hilfestellungen posten. Auf eine genaue Erklärung was Nagios und Nagvis und die anderen Programme sind, möchte ich hier verzichten, da für die Konfiguration und den Betrieb mehr als Grundkenntnisse erforderlich sind.
Wenn aber trotzdem nachschlagen will, hier ein paar Links

  • Nagios auf Wikipedia
  • Nagvis auf Wikipedia
  • Nagios Homepage
  • Nagvis Homepage
  • System und Installation

    Das Nagios- und Nagvis-System läuft auf einem Original Ubuntu Server in der Version 11.04. Die Installation ist denkbar einfach, da alle Pakete in den Repositories enthalten sind und die Abhängigkeiten, wie gewohnt, automatisch aufgelöst werden.
    Verwendet den Paketmanager eurer Wahl und such dort nach nagios3 und schon bekommt ihr die verfügbaren Pakete angezeigt.

    Die gesamten von mir installierten Pakete auf dem Server noch einmal hier

    Während der Installation wird man noch nach ein paar Daten gefragt, so z.B. fir Zugangsdaten für den MySQL-Server da dort eine neue Datenbank angelegt wird.
    Läuft alles reibungslos durch, dann könnt ihr über jeden beliebigen Webbrowser Nagios und Nagvis aufrufen:

    Der Standardbenutzername für Nagios ist nagiosadmin, das Passwort wurde von euch gewählt.